18. Oktober 2014: EBERBACH DOMBROWSKI KAUFT DAS FILESTÜCK

Vertreter der Bauträgerfirma und der Stadt Eberbach unterzeichneten gestern den Kaufvertrag beim Notar - Aus dem Schotterparkplatz soll das "Rosenstein-Quartier" werden

Eberbach/Wiesloch. (fhs) Es zählt zu den Konfliktthemen der jüngeren Eberbacher Vergangenheit und vielleicht auch der Zukunft - die Entwicklung des Filetstücks Neckarstraßenareal "Schotterparkplatz". Dessen Umwandlung zum "Rosenturm-Quartier" ist nun auch notariell fixiert. Gestern unterschrieben Bürgermeister Peter Reichert und für den Bauträger Dombrowski Masssivhaus Konzept GmbH Geschäftsführer Claus-Heinrich Mohr den Kaufvertrag.

Genauer gesagt sind es drei Elemente eines komplexes Vertragspakets, mit dem gestern das 2800 Quadratmeter große Areal bei Notar Dirk Oppelt den Besitzer wechselte: Neben dem Grundstückskaufvertrag gibt es eine Teilungserklärung (der Fläche auf die künftig verschiedenen Eigentümer) und den Kaufvertrag für die 35 öffentlichen neben den 41 privaten Parkplätzen in der Tiefgarage. Auch ein Betreibervertrag für die Heizungsanlage wurde mit der e.con GmbH abgeschlossen. Jetzt werden die Verträge mit Kaufinteressenten der geplanten 41 Wohnungen in den sechs Mehrfamilienhäusern vorbereitet. Abhängig davon, wie diese Verkäufe des Bauträgers an die endgültigen Eigentümer rechtssicher zustande kommen, will die Firma Dombrowski mit den Bauarbeiten beginnen - geplant ist noch im November. Konfliktpotenzial bleibt trotz des nun endlich erfolgten Verkaufs: War nach dem städtebaulichen Wettbewerb, über das Einbinden der Bürger in die Entwicklungsplanung viel gestritten worden. könnte jetzt das Ergebnis in Kritik geraten: Trotz der Zuschüsse des Landes für öffentliche Parkplätze und des Verkaufs eines Vorzeigestücks der Innenstadt erzielt Eberbach 35 Stellflächen und einen Verkaufspreis im Rahmen der gesetzlichen Verkehrswertbestimmungen - und der liegt wegen geltend gemachter Bodenbelastungen in jedem Fall unter der einstmals erhofften Verkaufserlös-Höhe.

 

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